5/3109: Neue Projekte im AKLHÜ-Stellenmarkt für Freiwillige
Im Zuge der Überarbeitung des Internetportals www.entwicklungsdienst.de wurde der Onlinemarkt für Freiwillige zentraler platziert und wird täglich von mehr als 2000 interessierten Nutzern besucht. Freiwilligendienste veröffentlichen dort zurzeit ihre aktuellen Einsatzstellen für 2011. Eingebettet in umfangreiches Informationsmaterial zu Programmen und Trägern bietet der AKLHÜ-Stellenmarkt engagierten Freiwilligen eine gute Möglichkeit, das passende Projekt zu finden. Interessierte an einem Freiwilligendienst können ihre Suche auf Regionen, Programmarten, Programmdauer, Anbieter und Einsatzgebiete beschränken. Auch eine Stichwortsuche und die Möglichkeit, neue Ausschreibungen passend zu persönlichen Sucheinstellungen über einen Mailservice zu abonnieren, stehen zur Verfügung. Kurzfristige Einsatzmöglichkeiten noch in diesem Jahr finden interessierte Freiwillige in Projekten internationaler Workcamp-Anbieter z.B. beim Service Civil International, der Internationalen Begegnung in Gemeinschaftsdiensten und Pro international.
ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT
5/3110: Lindautagung 2011: Zivilgesellschaft als treibende Kraft für nachhaltige Entwicklung
Die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) , der Schweizer Personaldienst INTERTEAM sowie die österreichische Entwicklungsorganisation HORIZONT3000 veranstalteten vom 13. bis 14. April in Lindau am Bodensee die 3. Tagung der Reihe „Mehr-Wert Mensch". Anhand von Fallbeispielen, in Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden befassten sich namhafte Akteure der EZ aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit der Frage, in welcher Weise Zivilgesellschaft einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leistet. Insbesondere die Personelle Entwicklungszusammenarbeit kann durch ihr ureigenes Potential, den Austausch vor Ort und die Nähe zur Basis, noch besser zur zivilgesellschaftlichen Förderung genutzt werden. In einem sehr persönlichen Vortrag stellte Dr. Monika Hauser, die Präsidentin von medica mondiale und (neben anderen Auszeichnungen auch) Trägerin des Alternativen Nobelpreises, die besonderen Merkmale eines Entwicklungsdienstes heraus. Dabei machte sie deutlich, dass es in jedem Einsatz darum gehen muss, den betroffenen Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen.
5/3111: Weltentwicklungsbericht 2011 "Konflikt, Sicherheit und Entwicklung" erschienen
Mehr als 1,5 Milliarden Menschen leben in Ländern, die von gewaltsamen Konflikten gezeichnet sind, der überwiegende Teil sind Entwicklungsländer. Der World Development Report 2011 untersucht die negativen Auswirkungen, die wiederholte Gewalt in den betroffenen Regionen bewirkt. Der Bericht basiert auf neuen Forschungsergebnissen, Fallstudien und Erfahrungsberichten von Akteuren der EZ aus der ganzen Welt. Darüber hinaus setzt er Maßstäbe für die internationale Zusammenarbeit und gibt wichtige Impulse für den entwicklungspolitischen Diskurs. weiter lesen
Download: http://wdr2011.worldbank.org/
5/3112: UN-Millenniumkampagne in Deutschland endet Mitte 2011
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stellt nach sechs Jahren seine finanzielle Unterstützung für die Kampagne ein. Das BMZ sieht den Schlüssel für das Erreichen der Millenniumsziele bei den Entwicklungsländern selbst. „Wir hätten sehr gerne weitergemacht“ sagt Dr. Renée Ernst, Leiterin der UN-Millenniumkampagne in Deutschland, „aber ohne die Grundfinanzierung, die vom Ministerium kam, muss das Team leider seine Arbeit einstellen. Wir ermutigen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, sich der Aktion Deine Stimme gegen Armut anzuschließen“.
Weitere Informationen: www.un-kampagne.de und www.bmz.de/de/mitmachen/index.html
5/3113: „EntwicklungsexpertInnen“ - Neue Publikation zum Entwicklungsdienst
Bestimmte Vorstellungen über Entwicklungszusammenarbeit beanspruchen auch heute universelle Gültigkeit. Schwerpunktthema des aktuellen Hefts aus der Reihe Journal für Entwicklungspolitik 3/10 ist die Rolle von Akteurinnen und Akteuren der EZ bei der Verbreitung global anwendbaren Wissens über Entwicklung. „EntwicklungsexpertInnen“ kann beim Mattersburger Kreis, ISBN 978385476-355-0 bestellt werden.
Weitere Informationen: www.mattersburgerkreis.at/index.htm
5/3114: "Risiken und NebenWIRKUNGEN der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Gesundheitssektor"
Unter diesem Titel findet die diesjährige Konferenz des Netzwerks Action for Global Health am 10. Mai in Berlin statt. Die zweitägige Veranstaltung wird von der Welthungerhilfe, terre des hommes und der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung in Kooperation mit action medeor, dem Aktionsbündnis gegen AIDS, dem Evangelischen Entwicklungsdienst und Oxfam Deutschland organisiert. Im Rahmen der Konferenz geht es um die kritische Begleitung der deutschen Entwicklungspolitik im Gesundheitsbereich und den Dialog zwischen Regierung, Opposition, Durchführungsorganisationen, Wissenschaft, Privatsektor und Nichtregierungsorganisationen. Veranstaltungsort: Vertretung der Europäischen Kommission, Unter den Linden 78, Berlin.
Weitere Informationen: georg.hubmann@welthungerhilfe.de; Programm
FREIWILLIGENDIENSTE
5/3115: Ausstellung über die Nonviolent Peaceforce (NP) beim Bund für Soziale Verteidigung erhältlich
Die Nonviolent Peaceforce (NP) entsendet internationale Teams ausgebildeter ziviler Friedensfachkräfte in Konfliktgebiete. In Partnerschaft mit der Zivilgesellschaft vor Ort wenden die Einsatzteams erprobte gewaltfreie Strategien an, um Menschenrechte zu schützen und Gewalt zu verhindern. Eine überarbeitete Version der Ausstellung stellt das Aufgabengebiet der Organisationen dar und gibt einen Einblick in die Einsätze der NP-Friedensfachkräfte in verschiedenen Projektregionen. Die Ausstellung besteht aus fünf Roll up-Bannern und kann gegen Übernahme der Versandkosten ausgeliehen werden.
Weitere Informationen und Bestellungen: info@soziale-verteidigung.de oder Tel. 0571/29456.
5/3116 : Jahresbericht „Raus von zu Haus“
Freiwilligendienste, Jobs und Praktika in Europa, Einsatzstellen in den USA sowie in Mittel- und Südamerika – Eurodesk Deutschland und seine regionalen Servicestellen konnten mehr als 49.000 Interessierte über Mobilitätschancen und Fördermöglichkeiten im Ausland informieren. Am meisten fragten Abiturienten nach, doch auch 13 Prozent Haupt- und Realschüler und zehn Prozent Jugendliche mit abgeschlossener Berufsausbildung interessierten sich für einen Auslandsaufenthalt. Die Webseite www.rausvonzuhaus.de verzeichnete über vier Millionen Zugriffe. Mehr und mehr junge Menschen besuchten eurodesk auch in den sozialen Netzwerken (Facebook,Twitter, studiVZ und schülerVZ).
5/3117: EuroMed Youth IV Programme startet
Das EuroMed Youth IV Programme, das eng mit dem Programm JUGEND IN AKTION zusammenarbeitet, ist gestartet. Die vorgesehene erste Deadline ist der 1. Juni. Gefördert werden Jugendbegegnungen, EFD-Projekte sowie Trainings- und Vernetzungsmaßnahmen. Die allgemeinen Ziele des Programms sind die Stärkung der Jugendbeteiligung, der Zivilgesellschaft und Demokratie in der EuroMed-Region. 27 EU-Mitgliedstaaten und acht EuroMed-Länder (Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Marokko, Westjordanland und Gazastreifen sowie Tunesien) haben die Vereinbarungen über das Programm unterschrieben. Mehr Informationen zum Programm finden sich unter http://euromedyouth.net/. Auf dieser Seite sind auch die Kontaktadressen der Youth Units in den EuroMed-Ländern aufgelistet. Die neusten Entwicklungen zum EuroMed Youth IV Programm werden als erstes auf dieser Internetseite veröffentlicht.
5/3118: International Citizen Service (ICS) – DFID legt Förderprogramm für Freiwilligendienste auf
Das neue britische Freiwilligenprogramm ICS wurde vom Department for International Development (DFID) entwickelt und vom Premierminister in Kraft gesetzt. Es richtet sich an junge Menschen im Alter zwischen 18 und 22 Jahren aller sozialen Schichten mit Wohnsitz in Großbritannien und will motivieren, gemeinsam die Welt zu verändern und die globale Gesellschaft zu stärken und zu vergrößern. Der zu entrichtende Beitrag ist abhängig vom Einkommen der Eltern. Für Geringverdiener ist der Freiwilligendienst kostenlos. So sollen auch weniger Begünstigte die Chance auf einen freiwilligen Einsatz im Ausland bekommen. Die Bewerbungsphase für das Probejahr von ICS ist jetzt eröffnet und die ersten Freiwilligen werden im Juni 2011 nach Asien, Afrika, Lateinamerika und in die Palästinensischen Gebiete entsendet.
Weitere Informationen: www.dfid.gov.uk/ics
ENTWICKLUNGSPOLITISCHE BILDUNG / AUSBILDUNG
5/3119: Summer School „SLE plus – Berlin Training for International Development Cooperation“
Auch in diesem Jahr bietet das Seminar für Ländliche Entwicklung (SLE) der Humboldt Universität Berlin Fortbildungsmöglichkeiten im Rahmen einer Summer School an. Themen 2011 sind „Disaster Risk Reduction in Development Cooperation and Humanitarian Assistance”, “Management of Development Projects”, “Conflict Management and Conflict Transformation” sowie “Outcome and Impact Oriented Monitoring”. Die Seminare richten sich sowohl an Studierende am Ende ihres Studiums als auch an Postgraduierte. Sie bieten die Möglichkeit, sich gemeinsam mit Teilnehmenden aus der ganzen Welt in zweiwöchigen Kursen zu ausgewählten Themen der Entwicklungszusammenarbeit spezifische Fähigkeiten und aktuelles Fachwissen anzueignen. Details sind auf der SLE-Website www.sle-berlin.de unter der Rubrik „SLE plus“ aufgeführt. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Mai 2011.
5/3120: Zehn Ziele für die Bildung – neue Strategie des BMZ
Das Entwicklungsministerium will bis 2013 die Hilfe für Bildung in Entwicklungsländern stärker als bisher fördern und stellt dazu einen Zehn-Punkte-Katalog vor. Stärker ausgebaut werden sollen insbesondere die berufliche Bildung sowie die Ausbildung von Fach- und Führungskräften für Unternehmen.
Download: www.bmz.de/de/zentrales_downloadarchiv/Presse/BMZ_Bildungsstrategie_Entwurf_deu_2.pdf Die interessierte Öffentlichkeit hat die Möglichkeit, den Entwurf weiterzuentwickeln unter bildung@bmz.bund.de
5/3121: Angebot Fortbildungsreihe – Konzept von Kultur in der Entwicklungspolitischen Bildungsarbeit
Die Fortbildung widmet sich dem Thema Kulturkonzepte in der Bildungsarbeit und soll als Praxisebene dienen, um Austausch, Diskussionen und Entwicklung von neuen Handlungsmöglichkeiten zu ermöglichen. Sie möchte einen Theorie-Praxis-Transfer leisten und einen Raum für die bisher fehlende Vernetzung in diesem Bereich anbieten. Dazu findet vom 24. bis zum 26. Juni in Potsdam ein Workshop statt, der sich an ehrenamtlich sowie hauptamtlich Tätige und freiberufliche BildungsreferentInnen aus der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit, internationalen Freiwilligendiensten und Jugendbegegnungen richtet.
Weitere Informationen: www.glokal.org/kultur.pdf
5/3122: Neue entwicklungspolitische Leitlinien in Sachsen-Anhalt
Mit den Leitlinien zur Entwicklungszusammenarbeit (EZ) des Landes Sachsen-Anhalt werden die wesentlichen Ziele, Grundsätze, Entscheidungskriterien und Schwerpunkte der partnerschaftlichen Zusammenarbeit Sachsen-Anhalts mit Entwicklungs- und Übergangsländern dargestellt. Diese wird zunehmend durch die Kooperation mit mittelständischen Betrieben aus Sachsen-Anhalt geprägt, die im Rahmen der personellen Entwicklungszusammenarbeit (Public-Private-Partnership) Fach- und Führungskräfte aus Entwicklungsländern ausbilden.
Download: Leitlinien
TIPPS und TERMINE
5/3123: Entwicklungspolitische Diskussionstage
Die Heinrich-Böll-Stiftung und das Seminar für Ländliche Entwicklung (SLE) der Humboldt Universität Berlin laden am 17. und 18. Mai in Berlin zu den entwicklungspolitischen Diskussionstagen 2011 ein. Die Themen lauten: „Buen Vivir, Glück und Wellbeing - Welche Chancen bieten nicht-wachstumsbasierte Entwicklungskonzepte?“, „Wo der Pfeffer wächst – Visionen ländlicher Entwicklung im Spannungsfeld globaler Herausforderungen“ und „Ziviler Friedensdienst in der Kontroverse? Stellenwert und Wirkung eines Instrumentes zur zivilen Konfliktbearbeitung“. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen: Anja Kühn, Tel. 030 2093-6912, anja.kuehn@agrar.hu-berlin.de, www.sle-berlin.de/epdt oder www.boell.de
5/3124: Neues Datenblatt Entwicklungspolitik
Das „Datenblatt Entwicklungspolitik“ wird vom Welthaus Bielefeld regelmäßig aktualisiert und enthält statistische Zahlen zu globalen Entwicklungen (Armut, Weltbevölkerung, Lebenserwartung, HIV/AIDS, Kindersterblichkeit, Hunger, Bildung, Wasser, Wirtschaftskraft, weltweite Ungleichheit, Welthandel, Exportstruktur, Entwicklungshilfe, Kohlendioxidemissionen). Es richtet sich an Aktive im Bereich der entwicklungspolitische Bildungsarbeit bzw. der EZ und soll dabei helfen, Veröffentlichungen, Vorträge und Veranstaltungen auf eine zeitnahe empirische Basis zu stellen.
Download: www.welthaus.de/aktuelles/bla/details/angebote/datenblatt-entwicklungspolitik-update/
5/3125: cinfo goes Social Media
cinfo, das Schweizer Zentrum für Information, Beratung und Bildung für Berufe der internationalen Zusammenarbeit (IZA), bietet einen neuen Blog zum Thema „Menschen in der internationalen Zusammenarbeit“. Hier berichten Personen, die in der IZA tätig sind, aus erster Hand über ihre Arbeit, ihr Leben und ihre Erfahrungen. Zusätzlich zum Blog hat cinfo seine Linksammlungen neu auf Delicious platziert und weiter entwickelt. Beide Tools befinden sich ebenso wie das bereits existierende Wiki auf der Website von cinfo unter www.cinfoblog.ch/cinfoblog/
5/3126: Webmagazin der GIZ diskutiert EZ
"Für wen und wie gut ist Entwicklungs-Zusammenarbeit (EZ)?" Diese Frage stellt die dritte Ausgabe von "Digital Development Debates", des Webmagazins der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Unter www.digital-development-debates.org/ kann die aktuelle Debatte abgerufen werden. weiter lesen
5/3127: Kongress zur Humanitären Hilfe in Münster
Die praktische Arbeit der internationalen Hilfsorganisationen steht im Mittelpunkt des 1. Münsterschen Kongresses zur Humanitären Hilfe, der am 20. Mai in Münster stattfindet. Veranstalter sind die Fachhochschule Münster, ihr Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe und die Stadt Münster als Mitglieder der Allianz für Wissenschaft.
Weitere Informationen: www.humanitaere-hilfe-muenster.de