6/3129: Mitgliederversammlung des AKLHÜ begrüßt neue Mitglieder
Im Rahmen seiner 67. Mitgliederversammlung am 23. Mai konnte der AKLHÜ zwei neue Mitgliedsorganisationen begrüßen: „Unsere Kleinen Brüder und Schwestern e.V.“ (Nuestros Pequenos Hermanos), ein international tätiges Kinderhilfswerk und der „Verein für internationalen und interkulturellen Austausch“ (VIA) e.V., einer der größten deutschen Freiwilligendienstträger. Schwerpunktthema der Veranstaltung war „Veränderungen bei internationalen Freiwilligendiensten und Entwicklungsdiensten und ihre Auswirkungen auf den AKLHÜ“. Neu in den Vorstand gewählt wurde Jürgen Deile vom Evangelischen Entwicklungsdienst (EED).
Weitere Informationen: AKLHÜ, Hartwig Euler, euler@entwicklungsdienst.de
ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT
6/3130: Grüne wollen zivile Krisenprävention ins Zentrum deutscher Außenpolitik rücken
Zivile Krisenprävention soll ins Zentrum deutscher Außen-, Entwicklungs- und Sicherheitspolitik rücken. Das fordern Bündnis 90/Die Grünen und haben dazu einen Antrag (17/5910) vorgelegt. Der nichtständige Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, den Deutschland für die nächsten zwei Jahre inne hat, biete die Chance, auch international deutliche Akzente für die zivile Krisenprävention – und dabei auch verstärkt auf das Programm Ziviler Friedensdienst - zu setzen. Auf nationaler Ebene soll die Kooperation und Koordination gestärkt werden. Ferner müsse die Bundesregierung ein Konzept für medizinische, psychologische und soziale Betreuung ziviler Kräfte vor, während und nach ihrem Einsatz vorlegen. Genauso wichtig sei die soziale Absicherung im Fall einer physischen und psychischen Schädigung im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit. Die Haushaltsmittel aus dem Auswärtigen Amtes für krisenpräventive Maßnahmen müssten wieder angehoben werden, so die Grünen. Quelle: hib - Nr. 213
6/3131: 20.000ster Seniorexperte – Nachfrage ungebrochen
Rund um den Globus aktiv: Seit 1983 stellen Senior Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland ihr Fachwissen ehrenamtlich zur Verfügung. Der SES sucht ständig „Nachwuchs“ aus allen Bereichen, insbesondere Köche, Küchenmeister, Handwerker und Spezialisten für Lebensmittel-Verpackungen. Voraussetzung: langjährige Berufserfahrung, Gesundheit und Flexibilität und natürlich Zeit und Lust, ehrenamtlich tätig zu sein. Zurzeit sind über 9.000 aktive Senior Expertinnen und Experten beim SES registriert. weiter lesen
Download des Jahresberichts: www.ses-bonn.de/aktuelles-presse/presseinfos/jahresbericht.html
6/3132: Zusammenarbeit mit den am wenigsten entwickelten Ländern
Die Zusammenarbeit mit den am wenigsten entwickelten Ländern (LDCs) macht die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Thema einer Kleinen Anfrage (17/5600). Anlässlich der vierten LDC-Konferenz der Vereinten Nationen Mitte Mai in Istanbul soll die Bundesregierung darlegen, wie sie die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit mit den ärmsten Ländern der Welt definiert und welche konkreten Strategien sie verfolgt, um die Millenniumsentwicklungsziele zu erreichen. Quelle hib - Nr. 180
6/3133: UN-Leitfaden zur Rechtsgestaltung für Freiwilligentätigkeit
Wie entwickelt und implementiert man für Freiwilligentätigkeit angemessene rechtliche Rahmenbedingungen? Vor dem Hintergrund eines Vergleichs weltweiter Erfahrungen haben das International Center for Not-for-Profit Law (ICNL) und das European Center for Not-for-Profit Law (ECNL) einen entsprechenden Leitfaden für Politik und Interessenorganisationen im Auftrag von United Nations Volunteers (UNV) erarbeitet. Im Leitfaden wird erläutert, auf welchen politischen wie regionalen Ebenen Regularien sinnvoll sein können, welche Formen sie annehmen könnten und welche Rechtsgebiete Freiwilligentätigkeit häufig hemmend berühren.
Download: www.worldvolunteerweb.org/
FREIWILLIGENDIENSTE
6/3134: CEV-Symposium in Tallinn
Am 4. und 5. Mai 2011 fand in Tallinn das Symposium zu Entwicklungstendenzen der Freiwilligentätigkeit in Europa des Centre Européen du Volontariat (CEV) mit über 160 Teilnehmern aus 27 Ländern statt. Im Mittelpunkt von Workshops standen auch einige zentrale, strittige Fragen, wie z. B. über Nutzen und Nachteil von Preisen für Freiwilligentätigkeit, deren ökonomische Bewertung oder zu »volontourism«. Die Vortragspräsentationen und ein Konferenzvideo sind jetzt zugänglich. Ein umfangreicher Report mit Diskussionsergebnissen erscheint im Verlaufe des Jahres.
Weitere Informationen: www.cev.be/the_future_of_volunteering_concepts_trends_visions-EN.html
6/3135: Joseph Schmitt-Preis für Abschlussarbeiten im Kontext Internationale Jugendarbeit
Zum vierten Mal verleiht der Internationale Bauorden im Oktober 2011 den "Joseph Schmitt-Preis" für eine Examensarbeit in den Bereichen Internationale Jugendarbeit, Internationale Freiwilligendienste, Jugendreisen, Jugend und Europa. Deutschsprachige Abschlussarbeiten (Fachhochschule/Universität) können aus allen Fachbereichen eingereicht werden. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert. Bewerbungsschluss ist der 28. September 2011. Ausgezeichnet werden insbesondere Arbeiten, die neue Perspektiven für die Internationale Jugendarbeit/Internationale Freiwilligenarbeit eröffnen, Beispiele gelungenen Austauschs/internationaler Begegnung darstellen und reflektieren oder einen Beitrag zur Verknüpfung von wissenschaftlicher Theorie und Praxis leisten.
Weitere Informationen: www.joseph-schmitt-preis.de
6/3136: Jugend In Aktion: "bewegt. das magazin mit tatendrang"
Lust auf Europa? In "bewegt. das magazin mit tatendrang" erzählen junge Menschen, was sie mit dem EU-Programm JUGEND IN AKTION erlebt haben. Die neue Publikation erzählt von Menschen, die das Programm genutzt und sich in Bewegung gesetzt haben. Das Magazin kann bei Jugend Für Europa kostenlos bestellt und als PDF heruntergeladen werden.
Weitere Informationen: www.jugendfuereuropa.de/jfe/news/7516/
6/3137: Förderung des Jugendaustauschs – Anfrage der Grünen im Bundestag
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will über den internationalen Schüler- und Jugendaustausch informiert werden. In einer Kleinen Anfrage (17/5831) verlangt sie im Bundestag am 24. Mai unter anderem Auskunft darüber, inwiefern und mit welchen Zielen die Bundesregierung Änderungen bei der Förderung des Jugendaustauschs plant. Zudem will sie wissen, inwiefern Jugendliche und Jugendverbände in die Weiterentwicklung des Jugend- und Schüleraustauschs einbezogen werden. Quelle: hib - heute im bundestag Nr. 207
6/3138: Eine Welt Journal „SüdZeit“ berichtet über internationale Freiwilligendienste
Ein freiwilliges Engagement in einem Schwellen- oder Entwicklungsland steht zurzeit in Deutschland hoch im Kurs. SüdZeit, das Eine Welt Journal Baden Württemberg, hat das Thema in seiner aktuellen Ausgabe als Schwerpunkt gewählt und zeigt darin auf, welchen vielfältigen Nutzen internationale Freiwilligendienste erbringen. weiter lesen
SüdZeit wird vom Dachverband Entwicklungspolitik Baden Württemberg (DEAB) e.V. herausgegeben. Das aktuelle Heft 2/2011 ist als Download erhältlich unter www.deab.de
ENTWICKLUNGSPOLITISCHE BILDUNG / AUSBILDUNG
6/3139: Eurobarometer-Flash untersucht "Mobilität zu Bildungszwecken"
Zur Vorbereitung der Leitinitiative der Strategie Europa 2020 „Jugend in Bewegung” ging die aktuellste Eurobarometer-Untersuchung u.a. der Frage nach, wer für Bildungs- und Ausbildungszwecke oder für ein freiwilliges Engagement ins Ausland geht und was man davon hat. In über 30.000 Telefoninterviews wurden Jugendliche und Erwachsene in 31 Ländern befragt. Mit der derzeitigen Mobilität zu Bildungszwecken ist es nicht weit her: Nur 14% der Befragten haben sich schon einmal zu Bildungs- oder Ausbildungszwecken im Ausland aufgehalten. Wer zu Bildungszwecken für eine lange Zeit ins Ausland geht, verbessert vor allem seine Fremdsprachenkenntnisse. 57% der Befragten geben das zumindest an.
Weitere Informationen: www.jugendpolitikineuropa.de/beitrag/strategische-zahlen-i-eurobarometer-flash-untersucht-mobilitaet-zu-bildungszwecken.7522/
6/3140: Bewerbungsbeginn für ENSA-Förderung 2012
Das ENSA-Programm fördert den entwicklungspolitischen Schulaustausch zwischen Schulen aus Deutschland und Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa. ENSA bietet einen finanziellen Zuschuss für Flugkosten und Aufenthalt und begleitet die Schulgruppen mit Vor- und Nachbereitungsseminaren. Das Programm steht im Kontext der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Vom 1. Juni bis zum 30. September ist es wieder soweit: Vertreter von Schulpartnerschaften mit Schulen in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa können sich für eine finanzielle und inhaltliche Förderung durch das ENSA-Programm bewerben.
Weitere Informationen: www.ensa-programm.com
6/3141: Workshop zum Kulturkonzept in der Entwicklungspolitischen Bildungsarbeit
Glokal e.V., der Berliner Verein der politischen Bildung, bietet vom 24. bis zum 26. Juni in Potsdam einen Workshop an, der sich an ehrenamtlich sowie hauptamtlich Tätige und freiberufliche Bildungsreferenten aus der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit, internationalen Freiwilligendiensten und Jugendbegegnungen richtet. Thema der Fortbildungsveranstaltung sind Kulturkonzepte in der Bildungsarbeit. Der Workshop soll als Praxisebene dienen, um Austausch, Diskussionen und Entwicklung von neuen Handlungsmöglichkeiten zu ermöglichen, möchte einen Theorie-Praxis-Transfer leisten und einen Raum für die bisher fehlende Vernetzung in diesem Bereich anbieten.
Weitere Informationen: www.glokal.org/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/kultur.pdf
TIPPS UND TERMINE
6/3142: Seminar „Studierende und Entwicklungszusammenarbeit (EZ)“
Der World University Service (WUS) und die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit laden zu einem Kooperationsseminar vom 1. bis 3. Juli in Berlin ein. Der Schwerpunkt liegt auf Möglichkeiten zur Information, Vorbereitung und eigenem Engagement schon während des Studiums. In Vorträgen und Diskussionen werden außerdem Grundpositionen der aktuellen deutschen Entwicklungszusammenarbeit vorgestellt und welche Qualifikationen von künftigen Mitarbeitern der personellen EZ erwartet werden. Das Seminar richtet sich an Studierende, die sich im Rahmen ihres Studiums mit entwicklungspolitischen Themen befassen. Es steht jedoch auch allen weiteren interessierten Teilnehmern offen.
Weitere Informationen und Anmeldung: www.wusgermany.de, anmeldung.berlin@freiheit.org
6/3143: Start der Jubiläumskampagne „50 Jahre BMZ“
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Als "Geburtstag" des BMZ gilt der 14. November 1961, der Tag, an dem Walter Scheel zum ersten Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit ernannt wurde. Zu diesem Jubiläum hat das BMZ die Kampagne "50 Jahre BMZ. Wir machen Zukunft. Machen Sie mit." gestartet. Sie beschäftigt sich mit neuen Konzepten und Visionen für die Zukunft der deutschen Entwicklungspolitik. Den Mittelpunkt der Kampagne bilden 14 Veranstaltungen, bei denen Lehren aus der Vergangenheit und Fragen zur Zukunft der deutschen Entwicklungspolitik diskutiert werden. Ziel ist es, Entwicklungszusammenarbeit als wichtiges Thema in der Mitte der deutschen Gesellschaft zu verankern und dafür viele Unterstützer zu mobilisieren.
Weitere Informationen: www.bmz.de/de/ministerium/50JahreBMZ/index.html
6/3144: Neues Informationsportal Krieg und Frieden
Welches Land bezieht die meisten Rüstungsgüter aus Deutschland? Wer investiert mehr ins Militär – Indien oder Pakistan? Und welches Land weist den höchsten Militarisierungsgrad auf? Das neue „Informationsportal Krieg und Frieden“ der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und des BICC (Bonn International Center for Conversion – Internationales Konversionszentrum Bonn) unter http://sicherheitspolitik.bpb.de bietet Antworten auf diese Fragen.
6/3145: AidWatch Bericht 2010 „Challenging Self-Interest – Getting EU aid fit for the fight against poverty“
Im Jahr 2010 sind mehr als fünf Milliarden Euro in die Entwicklungshilfe der EU-Länder eingerechnet worden, die niemals den Armen zugutekommen werden. Dies zeigt der neue AidWatch-Bericht von CONCORD, dem europäischen Dachverbandes entwicklungspolitischer NRO mit mehr als 1.600 Mitgliedsorganisationen. CONCORD kritisiert in seinem Bericht zudem, dass die Entwicklungspolitik der EU-Länder immer stärker von innenpolitischen Interessen geleitet wird. Ganz oben auf der Agenda stehen dabei Themen wie Sicherheit, Migration und Wirtschaftsinteressen. Ein Beispiel hierfür ist etwa das entwicklungspolitische Engagement von 11 EU-Staaten in Afghanistan – darunter auch Deutschland – hinter denen sich handfeste nationale Sicherheitsinteressen verbergen würden.
Download: http://aidwatch.concordeurope.org/
6/2646: Die alten Thesen stimmen nicht mehr – 20 entwicklungspolitische Irrtümer
Das Welthaus Bielefeld hat kürzlich ein neues entwicklungspolitisches Magazin herausgegeben, das „Menschen mit Entwicklungsfragen“ ansprechen möchte. Das Heft nimmt 20 entwicklungspolitische Überzeugungen in den Blick und stellt diese infrage. Dass die Armen immer ärmer werden, die Bioenergien am Welthunger schuld sind und der Papst an der Verbreitung von HIV/Aids sind drei Beispiele, die zur Diskussion stehen. Das Magazin macht deutlich, warum auch die Gegenthese eine gewisse Plausibilität für sich beanspruchen kann.
Weitere Informationen: www.welthaus.de
6/3147: Neue Studie „Increasing the Impact of EU development Policy“
Die Studie ist ein Beitrag zum kürzlich initiierten Konsultationsprozess zur Wirkung der EU-Entwicklungspolitik und gibt Antworten zu ausgewählten Fragen aus dem „Grünbuch“, einem Diskussionsentwurf zur Neuausrichtung dieses europäischen Politikbereichs. Die Autoren konzentrieren sich dabei auf Themen, die in Beziehung zum so genannten „Inclusive Growth“ und zur Nachhaltigen Entwicklung stehen.
Download: Increasing_the_Impact_of_EU_development_Policy.pdf