Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V.

Thomas-Mann-Straße 52 | 53111 Bonn | Telefon (0228) 9 08 99 10 | www.entwicklungsdienst.de

Welche Unterstützung erhalte ich nach meiner Rückkehr?

Anderer Dienst im Ausland (ADiA)

Eine Auswertungsveranstaltung nach dem ADiA ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, wird allerdings von vielen Entsendeorganisationen angeboten. 


Diakonisches Jahr im Ausland (DJiA)

Nach der Rückkehr nach Deutschland nehmen die Freiwilligen an einem Auswertungsseminar teil. Die Seminare sind wie die Arbeit in den Einrichtungen im Ausland fester Bestandteil des Diakonischen Jahres. In dieser Zeit werden die Freiwilligen von der Arbeit freigestellt.


Europäischer Freiwilligendienst (EFD)

Die dreitägigen Rückkehrerseminare des EFD finden innerhalb von 2 Monaten nach der Rückkehr im Heimatland statt und die Teilnahme ist für Freiwillige Pflicht. Bei der Auswertung der Erfahrungen spielen Aspekte des persönlichen und beruflichen Werdegangs und des gesellschaftlichen Engagements ebenso eine Rolle wie Beratungsangebote zu Folgemaßnahmen nach dem Dienstende, die durch das Aktionsprogramm JUGEND in Aktion 3 gefördert werden können.

Dazu gehört z.B. das Programm Future Capital. Es richtet sich speziell an Rückkehrer/innen des EFP und wird von der EU für ein Jahr mit bis zu 5000€ gefördert. Die ehemaligen EFP-Freiwilligen sind hier gefragt, ihre Erfahrungen aus ihrem Einsatz in ein Projekt umzusetzen und neue Ideen zu entwickeln. Bedingungen sind u.a. dass das Projekt für andere junge Menschen oder eine lokale Gemeinschaft von Nutzen ist oder einen beruflichen Einstieg darstellt. Es sollte zu Themen stattfinden, die eine Verbindung zu den früheren Tätigkeiten im EFD haben. Bei der Antragstellung bietet Jugend für Europa Unterstützung an. 


Freiwilliges Soziales-/Ökologisches Jahr im Ausland (FSJ/FÖJ)

Hier ist ein Abschlussseminar mit einer Mindesdauer von 5 Tagen gesetzlich vorgeschrieben. Die Teilnahme an diesem Bildungsseminar gilt als Dienstzeit, ist also Pflicht.


kulturweit - Der Freiwilligendienst des Auswärtigen Amts

Im direkten Anschluss an die Rückkehr nach Deutschland findet ein 5-tägiges Auswertungsseminar statt. Hier bietet sich die Gelegenheit, die Freiwilligen aus dem Vorbereitungsseminar wieder zu treffen, die den gleichen Zeitraum im Gastland verbracht haben, und Erfahrungen und Erlebnisse auszutauschen.

Als Alumni von »kulturweit« haben ehemalige Freiwillige unter anderem die Möglichkeit, Ihre Erfahrungen den neuen Teilnehmern und Teilnehmerinnen zu berichten.


MissionarIn auf Zeit (MaZ)

Rückkehrerseminare und Einzelauswertung nach dem MaZ-Einsatz sind verbindlicher Bestandteil des Programms. Darüber hinaus wird individuelle Begleitung vom Träger angeboten. Dabei werden Möglichkeiten und Perspektiven zum Engagement in Kirche und Gesellschaft des Heimatlandes erschlossen.


weltwärts - Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst

Den Freiwilligen wird nach ihrer Rückkehr im Zusammenwirken mit dem Projektträger / der Einsatzstelle ein Zeugnis bzw. ein Zertifikat ausgestellt. Zur Auswertung und Reflexion des Einsatzes führen die Entsendeorganisationen ein verpflichtendes Rückkehrer-Seminar durch. Darüber hinaus unterstützen sie die Rückkehrerinnen und Rückkehrer aktiv beim Weitertragen ihrer Erfahrungen und bei ihrem gesellschaftlichen und entwicklungspolitischen Engagement in Deutschland.
Nach der Zeit mit weltwärts können die Freiwilligen dem weltwärts-Sekretariat weiterführende Initiativen und an den Freiwilligendienst anschließende Projekte vorschlagen. Ein weltwärts-Fonds sieht die gezielte Förderung der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit durch Rückkehrerinnen und Rückkehrer vor. Insbesondere werden öffentlichkeitswirksame Projekte zum Thema globales Lernen unterstützt. Projekte dieser Art profitieren besonders von persönlichen Erfahrungen zu Themen und Problemstellungen aus der Entwicklungszusammenarbeit.


Workcamps im Ausland

Die Einsätze der Freiwilligen werden nach der Rückkehr in Seminaren ausgewertet. Die Seminarinhalte und die -dauer sind je nach Entsendeorganisation unterschiedlich.


Mittel-/längerfristige Internationae Freiwilligendienste

Nach den Einsätzen findet in Deutschland eine Auswertung des Einsatzes statt. Dieses wird in Abhängigkeit von der Entsendeorganisation sowohl in Form von Seminaren als auch individuell angeboten. Bei vielen Entsendeorganisationen gibt es aktive Rückkehrgruppen, die "ihre" Organisation weiterhin unterstützen (z.B. bei der Öffentlichkeitsarbeit) und die die Möglichkeit des Erfahrungsaustauschs bieten.

 

Zusammenschlüsse von Rückkehrerinnen und Rückkehrern

Bei vielen Organisationen treffen sich die "Ehemaligen" auch nach den offiziellen Auswertungsseminaren regelmäßig z.B. zum Erfahrungsaustausch oder um "ihren" Freiwilligendienst bei seinen Aktivitäten zu unterstützen.

Es gibt darüber hinaus aber auch Möglichkeiten, sich in unabhängigen Rükkehr-Vereinen zu engagieren und dadurch Ehemalige aus anderen Diensten kennenzulernen. Zu diesen Zusammenschlüssen gehören u.a.

Grenzenlos e.V.  trägerunabhängige Vereinigung ehemaliger Auslandsdienstleistender

Horizont Freiwilligen-Netzwerk für deutsch-polnischen Dialog e.V.

Ex-EVS-Association, Zusammenschluss ehemaliger und aktueller EFD-Freiwilliger 

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