Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern ein friedliches und erfolgreiches Jahr 2012!
1/3261: Statistische Übersicht „Freiwillige in internationalen Freiwilligendiensten 2010“ erschienen
10.159 Freiwillige sind im Jahr 2010 in Projekte und Programme im Ausland vermittelt worden, deutlich mehr als im Vorjahr. Etwa 60% der Freiwilligen absolvierten den Dienst in Entwicklungs- und Schwellenländern. Das ergab die aktuelle Erhebung des AKLHÜ, an der sich insgesamt 156 deutsche Entsendeorganisationen beteiligt haben. Im Detail bietet die Übersicht Daten und Hintergrundinformationen zu den unterschiedlichen Dienstarten, aufgeschlüsselt nach staatlich geförderten oder privatrechtlich geregelten Einsätzen. Sie gibt einen Überblick zur Zahl der vermittelten Personen, zu ihrem Durchschnittsalter, Bildungsgrad und Geschlecht und zur regionalen Verteilung der Freiwilligen. Vergleiche zu den Zahlen des Vorjahres bieten aufschlussreiche Ergebnisse und machen Trends in internationalen Freiwilligendiensten deutlich. Die Publikation steht auch als Printversion zur Verfügung: Tel.: 0228 / 9089910, aklhue@entwicklungsdienst.de
1/3262: AKLHÜ fördert Qualität in Internationalen Jugendfreiwilligendiensten
Das Programm „Internationale Jugendfreiwilligendienste“ (IJFD) wird seit 2011 vom BMFSFJ gefördert. Um dauerhaft eine gute Qualität der Freiwilligenentsendungen zu gewährleisten, unterstützt das Ministerium die Vernetzung der anerkannten Träger im Programm. Sie sollen sich in „zentralen Stellen“ zusammenschließen. Sechs zentrale Stellen, die langjährige Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Entsendeorganisationen für Freiwillige haben, sind im Rahmen des Förderprogramms IJFD anerkannt worden. Eine davon ist der Arbeitskreis „Lernen und Helfen in Übersee“ e.V. Am 12. Dezember haben neun Freiwilligendienstträger, die ca. 40 % der Entsendungen im Programm repräsentieren, die „Zentrale Stelle im AKLHÜ“ gegründet. Weitere Informationen: Hartwig Euler, aklhue@entwicklungsdienst.de
ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT
1/3263: Neue DIE-Analyse: Ergebnisbasierte Entwicklungszusammenarbeit - Grenzen neuer Ansätze
Ergebnisbasierte EZ setzt daran an, quantifizier- und messbare Resultate zu identifizieren, d. h. Ergebnisse, die möglichst unmittelbar der EZ-Unterstützung zugeordnet werden können. Ein Vertrag zwischen dem Geber und dem Partnerland regelt, dass für jeden schrittweisen Erfolg ein Betrag („Belohnung“) zur Verfügung gestellt wird. Bislang liegen nur begrenzte praktische Erfahrungen mit solchen Ansätzen vor. Zum Teil handelt es sich um eine Weiterentwicklung von leistungsabhängigen Budgethilfen, zum Teil liegen Vorschläge auf dem Tisch, jeden einzelnen Erfolg zu belohnen. So bestechend dieser Ansatz einerseits wirkt, so kompliziert kann dessen Umsetzung in der Praxis andererseits sein. Die Gefahr von Fehlanreizen ist groß, weil sich möglicherweise alle Bemühungen auf die Erreichung einer einzigen Zielgröße richten. weiter lesen
1/3264: Studie zum Einfluss von Alter und Geschlecht auf Hilfe im Katastrophenfall
CARE und das Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen (UN OCHA) haben Ende November die Studie „Sex and Age Matter“ herausgebracht, die sich mit dem Einfluss von Alter und Geschlecht auf Hilfe im Katastrophenfall beschäftigt. In dem Bericht warnen Nothilfeexperten, dass Hilfsorganisationen dringend die unterschiedlichen Bedürfnisse von Männern und Frauen sowie jungen und alten Menschen in ihrer Arbeit berücksichtigen müssen. weiter lesen
1/3265: Arbeitshilfe für EZ-Praktiker: Publikation zu Menschenrechten und Konflikttransformation
Menschenrechte und Konflikttransformation: In den letzten Jahren hat sich in Wissenschaft und Politik die Erkenntnis durchgesetzt, dass beides für eine nachhaltige und gerechte Entwicklung erforderlich ist. Wie eine Verzahnung in der Praxis konkret gestaltet werden kann, zeigt umfassend erstmals die englischsprachige Publikation „Connecting Human Rights and Conflict Transformation Guidance for Development Practitioners“. Sie ist als Arbeitshilfe für EZ-praktiker gedacht, die in einem der beiden oder beiden Arbeitsfeldern tätig sind. Die Veröffentlichung ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen den vom BMZ finanzierten und von der GIZ durchgeführten Sektorvorhaben Menschenrechte, dem Sektorprogramm Frieden und Sicherheit und dem Zivilen Friedensdienst in der GIZ sowie dem Deutschen Institut für Menschenrechte. weiter lesen
1/3266: Abgabe der Nothilfe an das Auswärtige Amt stößt auf Kritik
Die geplante Übernahme des Titels Not- und Übergangshilfe durch das Auswärtige Amt ist im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe auf Skepsis gestoßen. Wie Vertreter des Auswärtigen Amtes (AA) und des BMZ Mitte Dezember vor dem Ausschuss mitteilten, gehen damit rund 95 Millionen Euro vom BMZ an das AA. Zudem sollen 46 Stellen an das AA übertragen werden. Ziel sei es, Koordinierung und Effizienz der Nothilfe zu verbessern und so schneller und flexibler auf Katastrophen reagieren zu können. Wie der BMZ-Vertreter betonte, müssen die Umsetzungsmodalitäten noch fixiert werden und der Haushaltsausschuss muss den Plänen zustimmen. weiter lesen
1/3267: Bundesregierung sieht keine Unterordnung ziviler unter militärische Aufgaben in Afghanistan
Die Bundesregierung sieht keine Unterordnung ziviler Hilfe unter militärische Aufgaben in Afghanistan. Das Konzept der „Vernetzten Sicherheit“ stehe für ein abgestimmtes und ressortübergreifendes Vorgehen, um „umfassende und nachhaltige Sicherheit zu gewährleisten“, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/7851) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion die Linke (17/7615). Sicherheit sei dabei mehr als die Abwesenheit von Gewalt, „sie umfasst politische, wirtschaftliche, ökologische und soziale Stabilität“. weiter lesen
FREIWILLIGENDIENSTE
1/3268: VOSESA-Studie zu Auswirkungen internationale Freiwilligendienste veröffentlicht
VOSESA (Volunteer and Service Enquiry Southern Africa) hat eine Studie zu den Auswirkungen internationaler Freiwilligendienste auf gastgebende Gemeinschaften, Aufnahmeorganisationen und lokale Freiwillige im südlichen Afrika veröffentlicht. Die Studie „International Voluntary Service in SADC - Host organisation perspectives from Mozambique and Tanzania“ umfasst qualitative und quantitative Komponenten und konzentriert sich auf zwei große europäische Freiwilligenprogramme in der SADC-Region: Das weltwärts-Programm, das größte internationale Freiwilligenprogramm, das in der Region agiert, und den International Cultural Youth Exchange (ICYE). Weitere Informationen und Download
1/3269: Evaluierungsbericht zum Freiwilligendienst weltwärts liegt vor
Ende 2010 waren 241 Entsende-Organisationen und 6.711 Einsatzplätze vom BMZ anerkannt. Insgesamt 10.178 Freiwillige waren ausgereist bzw. hatten ihren Einsatz beendet. Das BMZ stellte von 2008 bis 2010 insgesamt 84 Mio Euro für das Förderprogramm zur Verfügung. Die Evaluierung empfiehlt u.a., durch eine Fokussierung auf die entwicklungspolitische Komponente in allen Programmbereichen das Profil des weltwärts-Programms weiter zu schärfen. Die Kurzfassung des Berichts ist online verfügbar auf der Website des BMZ
1/3270: Policy Agenda on Volunteering in Europe (P.A.V.E)
Im „EJF 2011 Allianz“ haben sich mittlerweile 39 europäische Netzwerke und Verbände zusammengeschlossen. Gestartet 2007, organisierte die Allianz 2008 eine erfolgreiche Lobbykampagne für das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit, die auf nationaler Ebene über ihre zahlreichen Mitgliedsorganisationen unterstützt und begleitet wurde. Die EJF 2011 Allianz richtete Anfang 2011 Arbeitsgruppen zu den Themen Qualität, rechtliche Rahmenbedingungen, Infrastruktur, Anerkennung bzw. der Wert von Freiwilligentätigkeit und Unternehmensengagement ein. Diese erarbeiteten während des Jahres das Strategie- und Empfehlungspapier "Policy Agenda on Volunteering in Europe", kurz P.A.V.E. genannt. Das Ergebnis wurde der Europäischen Kommission am 2. Dezember 2011 bei der EU-weiten Abschlussveranstaltung des EJF in Warschau präsentiert. Quelle: BBE Europa-Nachr. Nr. 12
1/3271: Bericht über die Lage der Freiwilligenarbeit in der Welt 2011
Ehrenamtliches Engagement leistet einen wertvollen Beitrag zur Erreichung von Entwicklungszielen. Dies macht der erste "Bericht über die Lage der Freiwilligenarbeit in der Welt 2011" deutlich, der vom Freiwilligenprogramm der Vereinten Nationen (UNV) herausgegeben wurde. Der Bericht zeigt drei wichtige Trends auf: Migration und Reisemöglichkeiten verändern grundlegend die Art und Weise, wie Menschen als Freiwillige tätig sind, der Privatsektor ist zunehmend an der Freiwilligenarbeit beteiligt und Informations- und Kommunikationstechnologien eröffnen neue Möglichkeiten, wie z.B. "Online-Volunteering". weiter lesen
1/3272: Reisestipendien für Jugendliche zwischen 16 und 20
Reiseinteressierte junge Menschen zwischen 16 und 20 Jahren können sich ab sofort bei der zis Stiftung für Studienreisen um ein Reisestipendium bewerben. 600 Euro gibt es pro Reise. Bewerben können sich Jugendliche aller schulischen Hintergründe und aller Nationalitäten, z.B. in der Gymnasialzeit, während der Lehre oder direkt nach der Mittleren Reife. Grundsätzlich nicht gefördert werden junge Leute, die bereits studieren. Ziel von zis ist, junge Menschen aus ihrem bisherigen Lebensalltag heraus zu holen und ihnen den ersten Schritt in eine rundum selbstständige Unternehmung zu ermöglichen. Bewerbungsschluss ist der 15. Februar 2012. zis Stiftung für Studienreisen ist eine gemeinnützige Stiftung und wird u.a. gefördert durch UNESCO, IJAB, Studienstiftung des deutschen Volkes und die Schule Schloss Salem. Weitere Informationen: www.zis-reisen.de
ENTWICKLUNGSPOLITISCHE BILDUNG / AUSBILDUNG
1/3273: "Bildung trifft Entwicklung" Globales Lernen im Unterricht
Sie möchten sich Südafrika, die Philippinen, Nicaragua oder ein anderes Land in den Unterricht holen und Themen der Globalisierung an konkreten Beispielen behandeln? Das Projekt "Bildung trifft Entwicklung" in NRW bietet Unterstützung an: Fachkräfte aus der Entwicklungszusammenarbeit und Migranten aus den Partnerländern kommen als qualifizierte Referenten in Ihre Schule. Die Themen sind breit gefächert und behandeln z.B. Produkte des Welthandels bzw. Fairen Handels; Ressourcenschutz, Wasserversorgung und Ernährungssicherheit; oder Aspekte des Alltags und Projekte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen. Die Angebote richten sich an alle Schulformen und Altersstufen. Weitere Informationen
1/3274: EU-Kommission legt Vorschlag für neues Bildungsprogramm vor
Der Vorschlag „Erasmus für alle“ integriert die derzeit bestehenden EU-Programme für allgemeine und berufliche Bildung (Programm für lebenslanges Lernen), für Jugend (JUGEND IN AKTION), die Drittstaatenprogramme TEMPUS und ERASMUS MUNDUS sowie die bilateralen Bildungsprogramme. Zusätzlich soll eine Aktionslinie im Bereich Sport geschaffen werden. Laut Kommission bedeutet dies, dass sieben laufende Programme durch ein einziges neues ersetzt würden. Das neue Programm soll über eine Laufzeit von sieben Jahren mit 19 Mrd. Euro ausgestattet werden, was einem Zuwachs gegenüber dem Programm für lebenslanges Lernen um rund 70 Prozent entspricht. weiter lesen
1/3275: Neue DAAD-Studien zur Auslandsmobilität deutscher Studierender
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat drei Studien zur Auslandsmobilität deutscher Studierender veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, dass auch Bachelor- und Master- Studierende, trotz der verkürzten Studiengänge, sehr häufig ins Ausland gehen. Die 30-seitige Studie „Entwicklung der Auslandsmobilität deutscher Studierender“ gibt einen Überblick über die Auslandsaufenthalte deutscher Studierender seit 1963. Der Anteil derer, die bis zum Zeitpunkt kurz vor dem Examen Auslandsaufenthalte durchgeführt haben, ist seit den 70er Jahren deutlich gestiegen. Waren es damals nur rund drei Prozent, stieg der Anteil 1985 auf 14 Prozent und 2010 auf 32 Prozent. weiter lesen
TIPPS und TERMINE
1/3276: Grundlagensammlung der Entwicklungspolitik
Immer mehr deutsche Städte und Gemeinden engagieren sich in der Entwicklungspolitik. Das kommunale Engagement wird sowohl von den Vereinten Nationen und der Europäischen Union als auch durch die Bundesregierung und die Bundesländer begrüßt und unterstützt. Wie aber können und wollen Länder und Kommunen ihre Kompetenzen einsetzen? Welche Leitlinien liegen der kommunalen Entwicklungspolitik zugrunde? Antworten auf diese und ähnliche Fragen liefert die Sammlung von Beschlüssen, Dokumenten und Studien, die Sie nun gebündelt auf der Internetseite der Servicestelle Kommunen in der einen Welt unter dem Menüpunkt „Grundlagen“ finden.
1/3277: BMZ-Film „Mein Name ist Zukunft“
Der Film „Mein Name ist Zukunft“ wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erstellt. Im Film wird die Bedeutung der Entwicklungszusammenarbeit dargestellt. Akteure aus der Mitte der Gesellschaft stellen ihre Projekte vor und durch die enge Verknüpfung von verschiedenen Initiativen und Biographien entsteht ein interessantes Gesamtbild. Der Film soll eine breite Öffentlichkeit erreichen und zu einem Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit animieren. Er steht auf dem neuen YouTube-Kanal des BMZ zur Verfügung.
1/3278: Die Bedeutung von Kultur für die politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung
Wissenschaftler aus einer breiten Palette von Fachbereichen, Mitarbeiter der deutschen EZ und Leiter von Kulturinstituten beleuchten in dieser Dokumentation eines Symposiums die Wechselbeziehungen zwischen Kultur, Entwicklungspolitik und EZ. Ausgelotet werden der Stellenwert des UNESCO-Übereinkommens, die Optionen einer Kulturentwicklungspolitik und sozio-kulturelle Aspekte in der entwicklungspolitischen Theorie und Praxis. Erörtert werden die entwicklungspolitischen Aspekte der Auswärtigen Kulturpolitik Deutschlands, die Ausbildungsprogramme der Deutschen Welle in Afrika und Afghanistan, der transkulturelle Austausch im Bereich Kunst und Mode sowie das sozio-kulturelle Rahmenkonzept des BMZ. Wilhelm, Jürgen [Hrsg.], Kultur und globale Entwicklung - Die Bedeutung von Kultur für die politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung, Berlin Univ. Press, 2010 - 241 S., ISBN: 978-3-940432-95-7
1/3279: 3. Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik vom 30.-31.1.2012
"Globale Lebensstile – Neue Wege für die Entwicklungspolitik" ist der Titel der Dritten Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik. Im Fokus steht der Zusammenhang zwischen Lebensstilen und Konsumgewohnheiten und den Lebensverhältnissen in Entwicklungsländern. Auch die neue "Eine-Welt-Strategie des Landes Nordrhein-Westfalen", die zurzeit in einem Open Government Prozess erarbeitet wird, wird eine Rolle spielen. Weitere Informationen