Neue globale Partnerschaften für Entwicklung
Rolle der Schwellenländer als Thema der Managing Global Governance Partner Conference von 18.-20.4. in Bonn
Frühere Entwicklungsländer sind heute zu entscheidenden Akteuren in Politik und Wirtschaft geworden: Schwellenländer und aufstrebende Länder verfügen einerseits bereits über wesentliche Merkmale von Industrieländern und gestalten durch ihre wirtschaftliche und politische Bedeutung globale Prozesse. Andererseits leben mehr als die Hälfte der wirklich armen Menschen weltweit in genau diesen Ländern.
Für die deutsche Entwicklungspolitik sind Schwellenländer globale Entwicklungspartner (GEP): Nur gemeinsam mit ihnen lassen sich Antworten auf zentrale Fragen wie globaler Umwelt- und Klimaschutz, Frieden und Sicherheit sowie Beseitigung extremer Armut finden.
Aus deutscher Sicht zählen zu dem aktuellen Kreis der globalen Entwicklungspartner die Länder Brasilien, Indien, Indonesien, Mexiko und Südafrika. Mit dieser Kerngruppe erfolgt die Zusammenarbeit in zwei Kooperationsdimensionen: einerseits über die Zusammenarbeit in den GEP-Ländern durch bilaterale Projekte und Programme. Andererseits sind Formen von länderübergreifender Zusammenarbeit mit den GEP und auch mit anderen aufstrebenden Ländern, wie zum Beispiel China, im Rahmen der Gestaltung der regionalen und globalen Entwicklungsagenden möglich.
Darüber hinaus gibt es eine länderübergreifende Zusammenarbeit auch über Dreieckskooperationen und die Förderung von Süd-Süd-Kooperationen sowie über regionale Zusammenschlüsse.
Das Ziel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist der Aufbau und die aktive Gestaltung einer strategischen entwicklungspolitischen Partnerschaft für eine nachhaltige globale Entwicklung in gegenseitiger Verantwortung.
Globale Partnerschaften für Entwicklung und die Rolle der Schwellenländer sind Thema der Managing Global Governance Partner Conference, die vom 18. bis 20. April in Bonn stattfindet.
Weitere Informationen über die Konferenz finden Sie hier.
Quelle: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)



