Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V.

Thomas-Mann-Straße 52 | 53111 Bonn | Telefon (0228) 9 08 99 10 | www.entwicklungsdienst.de

LHÜ-Info Februar 2012

Nachrichten zur personellen Entwicklungszusammenarbeit, zu internationalen Freiwilligendiensten und zur entwicklungsbezogenen Bildungsarbeit

MELDUNGEN DES ARBEITSKREISES

2/3280: AKLHÜ informiert auf der Messe „Wege ins Ausland“ in Köln 
Wege ins Ausland die Messe für Auslandsinteressierte, bietet am Dienstag, 7. Februar 2012, von 10:00 bis 16:00 Uhr die Gelegenheit, sich an den Ständen von rund 70 Organisationen, Verbänden und Unternehmen sowie in verschiedenen Foren zu Möglichkeiten von Auslandsaufenthalten zu informieren. Der AKLHÜ ist mit einem Stand vertreten und wird zu Einsätzen im Rahmen internationaler Freiwilligendienste und der personellen Entwicklungszusammenarbeit beraten. Die Messe richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende und Berufstätige. Sie findet statt in der Zentralmensa der Uni Köln, Zülpicher Straße 70. Der Eintritt ist frei. 

2/3281: Arbeitsmöglichkeiten für Fachkräfte in den Bereichen Medien und Demokratieförderung 
Der Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V. (AKLHÜ) hat seine Übersichtenreihe um zwei Informationsblätter erweitert: „Mitarbeit im Bereich Demokratieförderung/ Zivilgesellschaft/ Governance“ und „Mitarbeit im Bereich Medien/ Kommunikation“. In den tabellarischen Übersichten sind Organisationen aufgeführt, die in ihren Projekten und Programmen weltweit Personal in diese Bereiche vermitteln. Aufgrund der unterschiedlichen Einsatzfelder wird zwischen Entwicklungsdiensten und Fachdiensten der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) einerseits und Consultingunternehmen unterschieden. Dargestellt sind die Arbeitsbereiche mit gesuchten Berufsgruppen, den Voraussetzungen für eine Mitarbeit und Kontaktadressen. Die Infoblätter können in der Infothek der AKLHÜ-Website heruntergeladen werden.


ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT

2/3282: BMZ-Positionspapier: Junge Menschen in der Entwicklungspolitik 
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat bereits im Oktober 2011 ein Papier vorgelegt, indem die Position der deutschen Entwicklungspolitik zu den Rechten junger Menschen dargelegt wird. Es soll bei der Erkennung, Prüfung, Planung, Durchführung und Evaluierung entwicklungspolitischer Maßnahmen helfen, die eine Bedeutung für junge Menschen haben. Weiterhin soll es Orientierung bieten, um Ansätze zur Förderung der Rechte von Kindern und Jugendlichen durch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zu entwickeln und weiterzuentwickeln. Junge Menschen in der Entwicklungspolitik – Beitrag zur Umsetzung der Rechte von Kindern und Jugendlichen 

2/3283: Zahl der EZ-Kooperationsländer soll von 58 auf 50 reduziert werden  
Die Bundesregierung will die Zahl der Kooperationsländer in der Entwicklungszusammenarbeit von 58 auf 50 reduzieren. Dies sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Entwicklungsministerium (BMZ), Gudrun Kopp (FDP), Ende Januar im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bei einer Unterrichtung zur sogenannten Länderliste. Mit der Liste setzt das Ministerium die regionalen Schwerpunkte seiner bilateralen Arbeit. Die Bundesregierung will laut Kopp mit der Reduzierung Effizienz und Wirksamkeit der verbliebenen Kooperationen erhöhen und zur besseren Arbeitsteilung unter den Geberländern beitragen. weiter lesen 

2/3284: Lehrermangel durch Bevölkerungswachstum 
Während Deutschland und Japan auf Grund des demografischen Wandels 2015 bereits mehr als 30.000 Lehrer weniger brauchen als bislang, benötigen die subsaharischen Staaten auf Grund des Bevölkerungswachstums bis 2015 jährlich rund 350.000 Lehrer mehr. Um dies zu erreichen, müsste die Zahl der Lehrer in der Zentralafrikanischen Republik oder Eritrea pro Jahr um etwa ein Fünftel zunehmen (Datengrundlage: UNESCO Institute for Statistics). Um das 2. Millenniumsentwicklungsziel zu erreichen, nämlich allen Kindern bis 2015 eine Grundschulbildung zu ermöglichen, müssten nach Schätzungen der UNESCO weltweit ungefähr zwei Millionen Lehrerstellen neu geschaffen werden - davon allein eine Million in Subsahara-Afrika. Daher werden Programme benötigt, die die Lehrerausbildung und deren langfristige Bindung an den Beruf als Kern der nationalen Bildungspolitik zum Ziel haben. Zusätzlich gilt es, in Lehrmaterialien zu investieren, denn oft teilen sich bis zu acht Kinder ein Schulbuch. Quelle: Demos Newsletter Ausgabe 130

2/3285: Friedenslogik statt Sicherheitslogik - Jahrestagung der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung  
Entwicklungszusammenarbeit und Friedensarbeit werden zunehmend von Denkmustern staatlicher Sicherheitsvorsorge dominiert. Zivilgesellschaftliches Engagement, bisher orientiert an den Werten Frieden und Gerechtigkeit, erfährt eine Umdeutung und eine Inanspruchnahme für Sicherheitsinteressen des Staates. Das Schlagwort der „vernetzten Sicherheit“ ist ein Ausdruck dessen: eine Verwischung zwischen staatlichen und gesellschaftlichen Kompetenz- und Handlungsräumen einerseits und militärischen und zivilen Mitteln andererseits. Wie kann ein alternativer Handlungsrahmen umrissen werden? Wie kann der Leitidee der Sicherheitsvorsorge ein dynamisches Konzept von Konfliktbearbeitung und Konflikttransformation gegenüber gestellt werden? Die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung lädt Mitglieder und Interessierte dazu ein, sich an der Bearbeitung dieser Fragen zu beteiligen. Termin: 02. - 04.03.2012 

2/3286: Beigeordnete Sachverständige gesucht - Angebote im AKLHÜ-Stellenmarkt 
Über das Nachwuchsförderprogramm "Beigeordnete Sachverständige" (BS) bietet die Bundesrepublik Hochschulabsolventen die Möglichkeit, internationale Berufserfahrung vorwiegend bei den Vereinten Nationen mit ihren verschiedenen Unter- und Sonderorganisationen zu sammeln. BS arbeiten in allen wesentlichen Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit, wie Armutsbekämpfung, Demokratie und Menschenrechte, Flüchtlingshilfe und Krisenprävention, Umweltschutz, Gesundheitsversorgung, Arbeitsschutz, Beschäftigungs- und Wirtschaftsförderung, Bildung sowie ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung. Bewerbungsschluss ist der 12. Februar 2012. Die Federführung des Programms liegt beim BMZ. Die Ausschreibungen sind im Stellenmarkt des AKLHÜ aufgeführt. 

2/3287: Gleichberechtigung in der Entwicklungszusammenarbeit 
Die Bundesregierung ist derzeit mit 40 Vorhaben in der Entwicklungszusammenarbeit aktiv, die die Förderung von Frauen und ihrer Rechte und die Gleichberechtigung zum Hauptziel haben. Wie die Regierung in ihrer Antwort (17/8256) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/8076) weiter schreibt, seien 2012 insgesamt 55,5 Millionen Euro in der Finanziellen und der Technischen Zusammenarbeit mit dem Hauptziel der Gleichberechtigung der Geschlechter eingeplant. weiter lesen 


FREIWILLIGENDIENSTE

2/3288: Ein Reader für und über die internationale Jugendarbeit 
IJAB hat in Kooperation mit dem Forscher-Praktiker-Dialog Internationale Jugendarbeit einen Reader herausgegeben, der die wichtigsten Studien und Veröffentlichungen zusammenstellt, die sich seit der Nachkriegszeit mit den Wirkungen und Einflüssen internationaler Jugendbegegnungen und des internationalen Jugendaustausches auf die Einstellungen und persönliche Entwicklung der beteiligten Jugendlichen beschäftigen. Die Publikation ist eine hilfreiche Einführung für alle Akteure der Jugendpolitik und Jugendarbeit, denn sie gibt einen zusammenfassenden Überblick über die Geschichte, die Ergebnisse von wissenschaftlichen Studien sowie Konzepte eines Lern- und Übungsfeldes, das non-formale und informelle Lernprozesse ermöglicht. weiter lesen

2/3289: Interessenbekundungsverfahren für Projekte der Internationalen Jugendarbeit gestartet 
Im Rahmen der Entwicklung einer eigenständigen Jugendpolitik fördert das Bundesfamilienministerium Projekte durch einen Innovationsfonds im Kinder- und Jugendplan des Bundes. Das Ministerium ruft daher alle Träger der Kinder- und Jugendhilfe auf, sich mit innovativen Konzepten und Projektideen am Interessenbekundungsverfahren zu beteiligen. Mit den Projekten sollen Impulse für eine Weiterentwicklung u.a. des Bereichs Internationale Jugendarbeit gesetzt werden. Die geförderten Projekte müssen möglichst breit in der Gesellschaft verankert sein. Akteure außerhalb der Kinder- und Jugendhilfe, wie etwa aus der Wirtschaft oder aus den Medien, sollen eingebunden werden. Das Interessenbekundungsverfahren endet am 20. Februar.

2/3290: ASA bedauert Auslaufen des „Weltwärts mit der GIZ“-Programms 
Nach langen Diskussionen und Verhandlungen steht nun fest, dass das „weltwärts mit der GIZ“-Programm nur noch ein weiteres Jahr entsendet und danach beendet wird. ASA bedauert diese Entwicklungen sehr, da mit weltwärts mit der GIZ in den letzten Jahren ein qualitativ sehr hochwertiges Entsendeprogramm entstanden ist. Im Moment laufen die Verhandlungen über die Durchführung der Auswahltagungen, Vorbereitungs- und Nachbereitungsseminare für 2012. Trotz mittelfristig trüber Aussichten, freut sich ASA auf die erste Auswahltagung für 2012. Quelle: ASA-Newsletter Dezember 2011

2/3291: Die RückkehrerInnen-Fibel - Wegweiser fürs Ankommen in Deutschland 
Eine Gruppe ehemaliger Auslands-Freiwilliger hat sich intensiv mit Engagementmöglichkeiten nach dem entwicklungspolitischen Freiwilligendiensten auseinander gesetzt. Das Ergebnis dieser Arbeit ist eine RückkehrerInnen- Fibel, die ehemaligen Freiwilligen als ein Wegweiser fürs Ankommen in Deutschland dienen soll. Die Fibel gibt zunächst einen Überblick über Möglichkeiten weiteren Engagements im entwicklungspolitischen Bereich sowie Anregungen zu Fragen der Berufs- und / oder Studienwahl. Sie soll außerdem aufzeigen, wie und wo man mit seinen Erfahrungen in verschiedenen Organisationen, Vereinen und Gruppen entwicklungs- und bildungspolitisch aktiv werden kann. Sie ist eine Initiative von grenzenlos e.V. und wurde mit Unterstützung des BMZ und der Stiftung Nord-Süd-Brücken finanziert. Die Fibel kann hier (14 MB!) heruntergeladen werden. 


ENTWICKLUNGSPOLITISCHE BILDUNG / AUSBILDUNG

2/3292: Ausschreibung für DAAD-Programm PAGEL erscheint im Frühjahr 
Mit dem DAAD-Programm PAGEL - Partnerschaften für den Gesundheitssektor in Entwicklungsländern - fördert der DAAD neben human- und zahnmedizinischen Projekten auch solche anderer Fachbereiche mit Bezug zum Gesundheitssektor. Zielgruppe des Programms sind Studierende und Alumni der gesundheitsbezogenen Fachbereiche deutscher Hochschulen, sowie andere Teilnehmer aus dem Gesundheitswesen der Entwicklungsländer. Die in Deutschland durchgeführten Veranstaltungen sind offen für Teilnehmer aus Entwicklungsländern. Bevorzugt berücksichtigt werden mögliche Teilnehmer aus den Schwerpunkt- und Partnerländern der deutschen EZ im Gesundheitssektor. Die nächste Ausschreibung für Förderungen ab 2013 erscheint im Frühjahr 2012.

2/3293: „lift"- Stipendien für Auslandspraktika von Auszubildenden 
Das Einzelstipendienprogramm zur Initiative „lift" ist ein Mobilitätsprojekt im LEONARDO-DA-VINCI-Programm der Europäischen Union. Es bietet gewerblich technischen Azubis die Möglichkeit, einzeln und ohne Anbindung an eine Gruppenmaßnahme ein dreiwöchiges Betriebspraktikum im europäischen Ausland zu absolvieren. Die Förderung beinhaltet einen Zuschuss für die interkulturelle und sprachliche Vorbereitung des Auslandspraktikums sowie länderabhängige Pauschalbeträge für Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung. Die Bewerbung kann jederzeit eingereicht werden. Bis zur Aufnahme eines Auslandspraktikums solltest eine Vorbereitungszeit von wenigstens drei bis vier Monaten eingeplant werden. Weitere Informationen 

2/3294: Erasmus Mundus: Mehr Stipendien für die Länder des arabischen Frühlings 
Die Europäische Kommission hat die Anzahl der Bildungs- und Lehrstipendien für junge Menschen und Universitätsmitarbeiter aus Ländern des "Arabischen Frühlings" mehr als verdoppelt. Zu den bereits für 2011-2012 geplanten 525 Stipendien werden im Rahmen des Erasmus Mundus Programms Mittel für weitere 559 Stipendien zur Verfügung gestellt. Damit werden Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Nordafrika und dem Nahen Osten gefördert, die einen Teil ihres Studiums, eine Forschungs- oder Lehrphase in der Europäischen Union absolvieren. Damit will die EU nicht nur Einzelpersonen Ausbildungsmöglichkeiten eröffnen, sondern die ganze Region stärken. weiter lesen 

2/3295: Auswärtiges Amt fördert Schulpartnerschaften weltweit 
Deutsche Schulen können sich bis zum 15. März 2012 beim Pädagogischen Austauschdienst (PAD) für die Förderung von Partnerschaften mit Schulen außerhalb der EU bewerben. Die Mittel für die Förderung stammen vom Auswärtigen Amt. Für diese Partnerschaften bietet der PAD insgesamt vier Förderprogramme an. Je nach Programm können Fahrtkosten oder Mittel für Projektarbeit mit Schulen außerhalb der Europäischen Union, sowie vorbereitende Besuche gefördert werden. Antragsformulare für Schülerbegegnungen im Jahr 2012 und weitere Informationen zu den verschiedenen Programmen stehen online zur Verfügung. weiter lesen 


TIPPS und TERMINE

2/3296: Arbeitshilfe zur Einwerbung von Fördermitteln 
Die Anforderungen, die an die inhaltliche und formale Qualität eines erfolgreichen Projektantrags gestellt werden, sind hoch. Eine neue Arbeitshilfe der Stiftung MITARBEIT zeigt praxisnah, wie das Schreiben eines Projektantrages und die Akquise von Fördermitteln gelingen können. „Erfolgreich Fördermittel einwerben. Tipps und Tricks für das Schreiben von Projektanträgen“ ist als Arbeitshilfe Nr. 42 beim Verlag Stiftung MITARBEIT erschienen und kann zum Preis von zehn Euro im Internet bestellt werden.

2/3297: betterplace.org – Plattform für Menschen, die helfen wollen und Menschen, die Hilfe brauchen  
Kleine Initiativen und Projekte, die unterhalb des „Radars“ der traditionellen Entwicklungszusammenarbeit liegen, erhalten eine Chance, ihr Anliegen zu veröffentlichen und direkt um Unterstützung zu werben. Fast 200.000 Spender und mehr als 3.000 Projekte in 131 Ländern zeigen, dass die Idee der Initiatoren des Spendenportals „betterplace“ funktioniert: Entwicklungshilfe mithilfe des Internets transparent, partizipativ und unmittelbar zu gestalten. Die Webseite kombiniert nutzerorientierte Rating-Systeme mit sozialen Netzwerken und sorgt so für Offenheit und Transparenz. Ob Menschenrechte, Umwelt, Bildung oder Ernährung – die Projekte des Portals lassen sich entlang verschiedener Kategorien filtern. Weitere Informationen 

2/3298: Wie begleitet man erfolgreich ein Auslandsprojekt? Qualifizierungsseminar der Stiftung Nord-Süd-Brücken 
Der Workshop am 16./17. März 2012 im WannseeFORUM Berlin führt in die Grundlagen des Monitoring ein und stellt erste methodische Schritte sowie konkrete Instrumente vor. Am Ende soll gemeinsam ein Monitoringplan erarbeitet werden. Die Veranstaltung richtet sich an kleine und zumeist ehrenamtliche Vereine, die bereits in der Auslandsprojektarbeit tätig sind oder planen, gemeinsam mit ihren Südpartnern ein Projekt zu entwickeln bzw. umzusetzen. weiter lesen 


Impressum 

Herausgeber: Arbeitskreis „Lernen und Helfen in Übersee“ e.V., 
www.entwicklungsdienst.de 
Redaktion: Karoline Wiemers-Meyer (V.i.S.d.P.), Tel.: 0228-9089910, 
aklhue@entwicklungsdienst.de 
Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 28.02.2012  
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