Workcamps im Ausland
Workcamps sind kurzfristige Freiwilligendienste, die internationalen Gruppen Arbeitseinsätze in gemeinnützigen Projekten im Ausland bieten. Junge und ältere Menschen erhalten hier die Möglichkeit, sich sozial zu engagieren.
Die Teilnehmer/innen haben durch ihre gemeinsame Arbeit die Möglichkeit, andere Kulturen kennenzulernen und sich mit diesen auseinanderzusetzen, Fähigkeiten und Kenntnissen zu erwerben, die ein gleichberechtigtes Handeln in der Gruppe und in der Gesellschaft ermöglichen, durch die gemeinsame Arbeit im Projekt und im Zusammenleben in der Gruppe Solidarität zu erfahren und sich gemeinsam für eine gerechte und nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen und für eine lebenswerte Umwelt einzusetzen.
Veranstalter (Träger) von Workcamps sind eingetragene und gemeinnützige Freiwilligenorganisationen. Sie arbeiten mit Partnerorganisationen im Ausland zusammen und vermitteln im Ausland die internationalen Gruppen für die Workcamps.
Die Träger der Workcamps sind als internationale Jugendgemeinschafts- und Jugendsozialdienste Teil der außerschulischen Bildungsarbeit und der Erwachsenenbildung sowie Teil der internationalen Freiwilligenbewegung. Sie verstehen sich als besondere Form der Jugendarbeit. Die Workcamp-Organisationen sind Träger der Jugendhilfe nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) und als gemeinnützig anerkannt.
Die Workcamp-Organisationen in Deutschland haben sich in der "Trägerkonferenz der Internationalen Jugendgemeinschafts- und Jugendsozialdienste" zusammengeschlossen. Viele Workcamps werden u.a. vom Bundesministerium für Familie, Senioren Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.
Voraussetzungen:
Für ein Workcamp im Ausland müssen die Teilnehmenden mindestens 18 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung ist nicht notwendig.
Vorbereitung:
Die Teilnehmer/innen an Camps im Ausland werden in Seminaren ihrer Entsendeorganisation vorbereitet. Inhalte und Dauer der Veranstaltungen sind nicht dienstübergreifend geregelt und müssen bei den verschiedenen Anbietern direkt nachgefragt werden.
Leistungen:
Teilnehmer/innen an internationalen Workcamps müssen in der Regel eine kleine Gebühr an die vermittelnde Workcamp-Organisation und ihre Reisekosten selbst bezahlen. Unterkunft und Verpflegung im Projekt sind meistens frei.
Rückkehr:
Die Einsätze der Freiwilligen werden nach der Rückkehr in Seminaren ausgewertet. Die Seminarinhalte und die -dauer sind je nach Entsendeorganisation unterschiedlich.
Weitere Informationen:
Internet: Trägerkonferenz der Internationalen Jugendgemeinschafts- und Jugendsozialdienste, der deutschen Plattform für Workcamps und internationale Freiwilligendienste




