VENRO: BMZ erhält zu wenig Mittel für nachhaltige Entwicklung

Die Entwurf für den Bundeshaushalt 2019 wurde am 6.7.2018 veröffentlicht. Der Etat des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ)soll sich um 284 Millionen Euro auf 9,7 Milliarden Euro erhöhen.

"Der Bedarf ist jedoch viel größer", kritisierte der Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe (VENRO). "Auch die Mittel für die Zivilgesellschaft stagnieren."

"Wenn wir allen Menschen faire Lebensperspektiven eröffnen wollen, muss sich das auch finanziell niederschlagen – wir brauchen deshalb stark steigende Mittel für eine nachhaltige und sinnvolle Entwicklungspolitik", so der VENRO-Vorsitzende Bernd Bornhorst.

Laut der Analayse vom Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe (VENRO) werden jährlich bis zu sechs Milliarden Euro mehr benötigt, damit die internationale Zielvorgabe – 0,7 % des Bruttonationaleinkommens - erreicht werden kann.

"Wir verstehen auch nicht, dass die Gelder für Nichtregierungsorganisationen stagnieren, die damit ihre Partner im Globalen Süden unterstützen. Ohne eine starke Zivilgesellschaft gibt es keine Demokratie. Weltweit wird der zivilgesellschaftliche Handlungsraum jedoch bereits eingeschränkt", so Bornhorst. "In vielen Ländern werden unsere Partner massiv bedroht und als subversiv oder antinationalistisch gebrandmarkt, weil sie sich für Menschenrechte, Meinungsfreiheit und für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen. Wir müssen daher gerade jetzt in eine Stärkung der Zivilgesellschaft investieren – und zwar auch mit finanziellen Mitteln", forderte Bornhorst.

Den Presseartikel von VENRO können Sie HIER nachlesen.

Die VENRO-Analyse mit dem Thema “Die Entwicklung der deutschen ODA bis 2020: Was muss die Bundesregierung tun, um das 0,7-Prozent-Ziel zu erreichen?“ finden Sie HIER als PDF zum Download

 

Quelle: venro, epo.de

Zurück