LHÜ-Info

Juni 2016

Nachrichten zur personellen Entwicklungszusammenarbeit,
zu internationalen Freiwilligendiensten und zur entwicklungsbezogenen Bildungsarbeit

MELDUNGEN DES ARBEITSKREISES

6/4457: Neue Ausschreibungen im AKLHÜ-Stellenmarkt für Fachkräfte
Entwicklungsdienste und Akteure der EZ und Humanitären Hilfe, die Bewerber für verschiedene Projekte und Programme im In- und Ausland suchen, veröffentlichen unter www.entwicklungsdienst.de ihre aktuellen Einsatzstellen. Eingebettet in umfangreiches Informationsmaterial zu Diensten und Entsendeorganisationen bietet der AKLHÜ-Stellenmarkt berufserfahrenen Fachkräften eine gute Möglichkeit, das passende Projekt zu finden. Interessierte können ihre Suche auf Regionen, Anbieter und Einsatzgebiete beschränken und neue Ausschreibungen passend zu persönlichen Sucheinstellungen über einen Mailservice abonnieren. Zurzeit finden Sie rund 200 aktuelle Ausschreibungen im Stellenmarkt_für Fachkräfte.

 

ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT

6/4458: GIZ-Studie zu Capacity Development in Situationen von Konflikt und Fragilität
Eine Arbeitsgruppe des Fachverbundes Governance Asien innerhalb der GIZ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lernerfahrungen, also Beispiele sowohl guter Praxis als auch von Rückschlägen, zu dokumentieren und zu bewerten. Die daraus entstandene Studie "Capacity Development in Situations of Conflict and Fragility. German Approaches and Lessons Learned by GIZ" identifiziert sechs, speziell im Kontext von Konflikt und Fragilität regelmäßig auftretende Dilemmata und damit verbundene Fragestellungen. Die Studie ist nicht nur für MitarbeiterInnen der GIZ relevant, sondern dient der Unterstützung der gesamten "community of practice". Weiterlesen

6/4459: UN-Kampagnenbüro für die Nachhaltigen Entwicklungsziele kommt nach Bonn
Ende Mai, unterzeichnete der Staatssekretär im BMZ, Dr. Friedrich Kitschelt, in Bonn gemeinsam mit Magdy Martínez-Solimán, Beigeordneter Generalsekretär der Vereinten Nationen sowie Regionaler Administrator und Direktor des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, eine Absichtserklärung zur Förderung der „UN SDG Action Campaign“ sowie für den Umzug des Kampagnenbüros von New York nach Bonn. Die unterzeichnete Vereinbarung schließt eine direkte Unterstützung der Arbeit der UN-Kampagne durch das BMZ mit bis zu 3,5 Millionen Euro ein. Weitere Informationen

6/4460: Neue Finanzierungsmöglichkeit für Entwicklungsprojekte im Globalen Süden
Für die Entwicklungsprojekte der Südpartner von gemeinnützigen Nichtregierungsorganisationen (NROs) aus den westdeutschen Bundesländern gibt es eine neue Finanzierungsmöglichkeit: Den EZ-Kleinprojektefonds. Die maximale Fördersumme pro Entwicklungsprojekt beträgt 20.000 EUR. Bis zu 75% der Gesamtprojektsumme können bezuschusst werden. Eine Eigenleistung der Antragsteller in Höhe von 25% muss in Deutschland aufgebracht werden. Weiterlesen

6/4461: Große Diskrepanz zwischen Lebenserwartung in Afrika und Europa
Nirgendwo ist die Lebenserwartung höher als in Europa, zeigt die neue  - "World Health Statistics 2016" der WHO. Die weltweite Lebenserwartung stieg demnach deutlich, außer in Afrika. Welche Mängel in der Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern noch zu bewältigen sind, zeigt der WHO-Bericht. Vor allem in den Bereichen Mütter- und Kindergesundheit, bei vernachlässigten Armutskrankheiten sowie bei Infektionskrankheiten wie Aids, Malaria und Tuberkulose muss demnach noch viel getan werden. Weiterlesen

6/4462: Neues VENRO-Projekt "Partnerschaft für Qualität und Wirksamkeit"
Entwicklungspolitische und humanitäre Organisationen sind in einem sich schnell verändernden Umfeld kontinuierlich gefragt, die eigenen Handlungsstrategien zu überprüfen und die eigene Wirksamkeit zu hinterfragen. Das neue VENRO-Projekt "Partnerschaft für Qualität und Wirksamkeit" unterstützt sie dabei. Weiterlesen

6/4463: Mehr Mittel für humanitäre Hilfe gefordert
Wenige Tage nach dem humanitären Weltgipfel der Vereinten Nationen fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mehr Anstrengungen der Bundesregierung für eine "flexible, wirksame und zuverlässige humanitäre Hilfe". Neben humanitären Hilfsleistungen müsse es aber auch darum gehen, mit Krisenprävention, Katastrophenvorsorge und Entwicklungszusammenarbeit humanitäre Notsituationen erst gar nicht entstehen zu lassen und u.a., die Kapazitäten zur zivilen Krisenprävention auf nationaler und internationaler Ebene weiter auszubauen. Weiterlesen

6/4464: EU harmonisiert Einreise- und Aufenthaltsregelungen für Menschen aus Drittstaaten
Nach knapp drei Jahre dauernden Verhandlungen tritt eine neue Richtlinie in Kraft. Ihr Ziel ist es, in Zukunft die Einreise und den Aufenthalt von Forschern, Studenten, Praktikanten und Teilnehmern am europäischen Freiwilligendienst aus Nicht-EU-Staaten in der EU zu vereinheitlichen. Die Mitgliedstaaten müssen diese Regelungen nun innerhalb von zwei Jahren umsetzen. Weiterlesen

6/4465: Buchtipp: "Nachhaltige Grundsicherung"
Wie lässt sich Armut weltweit überwinden, ohne dabei auf einen Fortschritt zu setzen, der die Biosphäre überlastet und die Lebensgrundlagen der Menschheit zerstört? Deutsche und lateinamerikanische WissenschafterInnen haben im interdisziplinären Gespräch nach Antworten auf diese Frage gesucht und Schlussfolgerungen formuliert. Ihren Ansatz nennen sie "Nachhaltige Grundsicherung", Jörg Göpfert (Hrsg.), ISBN 978-3-86956-337-4.

6/4466: Lehren für Gender- und Konfliktsensibilität aus dem Erdbeben in Nepal
Im April 2015 wurde Nepal von einem schweren Erdbeben erschüttert, welches insbesondere die Bevölkerung in den entlegenen Regionen des Landes getroffen hat. Gerade in einem postkonflikt Kontext wie dem nepalesischen ist es von großer Bedeutung, dass Antworten und Reaktionen auf Katastrophen wie Erdbeben zwar schnell, dabei aber konfliktsensibel erfolgen. Im Bericht "Building back better or restoring inequalities? Gender and conflict sensitivity in the response to Nepal’s 2015 earthquakes" zieht die Autorin eine Reihe von Lehren, von welchen sie konkrete Empfehlungen für Akteure in Nepal ebenso wie in anderen post-konflikt Kontexten ableitet. Studie herunterladen

6/4467: Friedensgutachten 2016 vorgestellt
Das Friedensgutachten ist das gemeinsame Jahrbuch der Institute für Friedens- und Konfliktforschung in der Bundesrepublik. Es erscheint seit 1987. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen untersuchen die internationale Konfliktrealität aus friedensstrategischer Perspektive. Auf ihre Analysen stützt sich die Stellungnahme der Herausgeberinnen und Herausgeber. Sie zieht Bilanz, pointiert die Ergebnisse und formuliert Empfehlungen für die Friedens- und Sicherheitspolitik in Deutschland und Europa. Friedensgutachten 2016

 

FREIWILLIGENDIENSTE

6/4468: Studie der Uni Jena: Schüler und Gesellschaft profitieren von Auslandsjahr
Als Au-pair nach Amerika, Work & Travel in Australien oder für ein Semester an eine chinesische Universität – es gibt viele Möglichkeiten für das Abenteuer Auslandsaufenthalt. Und man kann nicht früh genug damit anfangen. Das beweist jetzt eine Studie von Psychologen der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie untersuchten nämlich, welche Auswirkung die Auslandserfahrung auf die Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern hat. Weiterlesen

6/4469: Neuer Kurzfilm über deutsch-russischen Jugendaustausch
Wie sieht eine deutsch-russische Jugendbegegnung aus? Was denken die Teilnehmer und Teilnehmerinnen übereinander? Wie beurteilen sie das jeweils andere Land? Ihre Gedanken und Eindrücke haben Teilnehmende während ihrer Jugendbegegnungen in Deutschland und Russland im Jahr 2015 verraten. www.stiftung-drja.de

6/4470: Eurodesk.tv mit neuem Film zum EFD: Zu Besuch bei Biborka in Deutschland
Wie fühlt es sich an, als Europäische Freiwillige nach Deutschland zu kommen? Um das herauszufinden, hat das eurodesk.tv-Team Biborka in ihrer Einsatzstelle in Köln besucht. Biborka kommt aus Ungarn und arbeitet über den Europäischen Freiwilligendienst für ein Jahr in einer deutschen Grundschule mit. Den Film gibt es auf dem EurodeskDE-Kanal auf YouTube.

6/4471: EU Trainingsstrategie im Jugendbereich überarbeitet: Qualität der Arbeit stärken und entwickeln
Die Europäische Kommission hat ihre Europäische Trainingsstrategie im Jugendbereich, die 2015 vom Erasmus+-Programmkomitee verabschiedet wurde, überarbeitet. Die Qualität der Jugendarbeit soll noch weiter gestärkt und entwickelt werden, indem das dort tätige Fachpersonal noch besser geschult und fortgebildet wird. Weitere Informationen bei IJAB

 

ENTWICKLUNGSPOLITISCHE BILDUNG / AUSBILDUNG

6/4472: Neues Programm "Berufsorientierung für Flüchtlinge" (BOF) gestartet
Eine intensive Berufsorientierung eröffnet Flüchtlingen Wege in eine Berufsausbildung. Nicht mehr schulpflichtige junge Flüchtlinge werden Schritt für Schritt auf eine Ausbildung im Handwerk vorbereitet und dabei kontinuierlich begleitet. Mit dem neuen Programm "Berufsorientierung-fuer-Fluechtlinge" (BOF) des BMBF erhalten die Teilnehmenden vertiefte Einblicke in Ausbildungsberufe des Handwerks. Das Programm ist im BIBB angesiedelt und wird von dort aus fachlich und administrativ begleitet.

6/4473: Bildungsmaterial: Rohstoffe - Segen für Deutschland und Fluch für Lateinamerika?
Anhand des Bergbaus in Lateinamerika lässt sich exemplarisch aufzeigen, welche Hintergründe und Folgewirkungen das derzeitig weltweit dominierende, auf einem immer höheren Rohstoffverbrauch basierende Produktions- und Konsumtionsmodell hat. Beispielhaft lassen sich konkrete globale Verflechtungen verdeutlichen, die wirtschaftspolitische Interessen wie auch Machtungleichgewichte zwischen Nord und Süd widerspiegeln. Weitere Informationen gibt es auf dem Portal Globales Lernen.

6/4474: GENE bietet Informationen zu Globalem Lernen in Europa
Das Global Education Network Europe (GENE) bietet Informationen zu Globalem Lernen in verschiedenen Ländern Europas. Abrufbar sind derzeit Berichte zu Finnland, Irland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Slowakei, Tschechien und Zypern. 

6/4475: Are you ready for a change?! Quizspiel zur europäischen Entwicklungspolitik
Durch das Quiz will das Welthaus Bielefeld junge Leute auf unterhaltsame und informative Weise dazu anregen, sich spielerisch mit den globalen Zukunftsthemen auseinanderzusetzen. Ziel ist es, den Menschen in der EU nicht nur die Entwicklungspolitik der europäischen Gemeinschaft näher zu bringen, sondern auch das Bewusstsein darüber zu stärken, dass sie eine wichtige gemeinsame Zukunftsaufgabe ist. Weiterlesen

6/4476: Angebote zur Berufsbildung auch auf Arabisch
Arabisch gehört zu den sechs offiziellen UN-Sprachen und eine große Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kamen und kommen, spricht Arabisch als Mutter- oder Fremdsprache. Schon bevor sie über deutsche Sprachkenntnisse verfügen, sind vielfältige Informationen rund um das Thema Ausbildung und Beruf für sie hilfreich und nötig. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) bietet daher Informationen zur deutschen Berufsbildung auch in arabischer Sprache an. Weitere Informationen

6/4477: Studierende und Entwicklungszusammenarbeit – Seminar der FNS in Berlin
Das Interesse von Studierenden in Deutschland für die Probleme Afrikas, Asiens und Lateinamerikas und die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ist nach wie vor sehr hoch. Ziel dieses Seminars der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit ist es, im Rahmen von Vorträgen und Diskussionen, Grundpositionen der aktuellen deutschen Entwicklungszusammenarbeit darzustellen und auf Möglichkeiten zur Information, Vorbereitung und für eigenes Engagement schon während des Studiums hinzuweisen. Ebenso wird aufgezeigt, welche Qualifikationen von künftigen Mitarbeiterinnern und Mitarbeitern der personellen Entwicklungszusammenarbeit erwartet werden. Weiterlesen

 

TIPPS und TERMINE

6/4478: AGdD informiert auf der "women & work" in Bonn
Am 4. Juni 2016 findet die women&work in Bonn statt. Kongress-Schwerpunkt in diesem Jahr ist das Thema „women world-wide“. Themenpartner des Messe-Kongresses für Frauen 2016 ist UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V. Erstmalig wird auch die Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste (AGdD) e.V. vertreten sein. Als einzige entwicklungspolitische Organisation vor Ort möchte sie mit ihrer Präsenz die Sichtbarkeit des Entwicklungsdienstes außerhalb der EZ erhöhen. Weiterlesen

6/4479: Höffmann -Wissenschaftspreis für Interkulturelle Kompetenz ausgeschrieben
Der Höffmann-Wissenschaftspreis für Interkulturelle Kompetenz ist mit 10.000,00 € dotiert. Er wird jährlich von der Universität Vechta ausgeschrieben und ist ein langfristig angelegtes Programm, das auf eine Förderung der interkulturellen Kompetenz ausgerichtet ist. Eine Nominierung erfolgt durch Vorschlag aus der Universitätsleitung oder Leitung einer Forschungseinrichtung und ist bis zum 30. Juni 2016 an den Präsidenten der Universität Vechta zu richten. Weiterlesen

6/4480: Wettbewerb "Kommune bewegt Welt" gestartet
Zum zweiten Mal lobt Engagement Global den Wettbewerb „Kommune bewegt Welt“ aus. Gewürdigt werden damit Städte, Landkreise und Gemeinden, die sich gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen und insbesondere migrantischen Organisationen für eine global nachhaltige Entwicklung einsetzen. Mit Preisen von insgesamt 135.000 Euro werden bundesweit herausragende Beispiele dieses gemeinsamen Engagements ausgezeichnet. Bewerbungsschluss ist 15. Juli 2016. Weiterlesen

6/4481: Lesenswert: Woza Sisi - die mutigen Frauen Afrikas
Mo Abudu ist die "Oprah Winfrey" Nigerias. Mit ihrem pan-afrikanischen TV-Sender ist sie eine der erfolgreichsten Frauen Afrikas. Winnie Akinyi ist Streetworkerin im größten Slum Kenias. Aminata Traoré, frühere Kulturministerin in Mali, ist Publizistin und eine Ikone der Globalisierungskritiker. Ken Bugul eine senegalesische Schriftstellerin. Margit Maximilian porträtiert in ihrem Buch zehn Frauen aus zehn unterschiedlichen Ländern Sub-Sahara-Afrikas. Ihre Lebenssituationen, ihr Alter und ihre Erfahrungen sind grundverschieden. Doch eines eint sie: Sie alle verfügen über besondere Tatkraft. ISBN 978-3-218-01025-2

6/4482: Weltweit leben fast 46 Millionen Menschen in Sklaverei - Global Slavery Index veröffentlicht
Die australische Menschenrechtsorganisation Walk Free Foundation hat zum dritten Mal den Global Slavery Index veröffentlicht. Demnach sind schätzungsweise 45,8 Millionen Männer, Frauen und Kinder auf der ganzen Welt heute in der modernen Sklaverei gefangen - 28% mehr als bisher angenommen. Sie werden z.B. zur Arbeit in Minen oder Fabriken gezwungen, in Zwangsehen unterdrückt oder sexuell ausgebeutet. Weiterlesen

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Impressum

Herausgeber: Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V., 
Redaktion: Karoline Wiemers-Meyer (V.i.S.d.P.), 
Tel.: 0228-9089910, aklhue@entwicklungsdienst.de 
Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 30.06.2016
 

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